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Die Pflanzen am Mittelmeer

Von Natur aus sind die Landschaften des Mittelmeerraums Waldlandschaften. Aber schon vor 5000 bis 4000 v. Chr. begann ihre Zerstörung. Die prächtigen Zedernwälder des Libanon fielen dem Bau von Schiffen und Palästen zum Opfer. Ganze Wälder mussten für die Venezianische Flotte gefällt werden und nicht zuletzt die Heizöfen der römischen Thermen verschlangen unzählige Bäume.

Schon Homer schildert vor fast 3.000 Jahren die Landschaft der Ägäis so, wie  sie uns heute vertraut ist:
... streben die Bäume gen Himmel, voll balsamischer Birnen, Granaten und grüner Oliven oder voll süßer Feigen und rötlich gesprenkelter Äpfel... Mit einiger Sicherheit lässt dies den Schluss zu, dass auch damals schon eine Gartenlandschaft mit Obstbaumhainen und Weingärten vorherrschte.

Etwa zwei Drittel der Landfläche der nördlichen Mittelmeerländer werden als Ödland ausgewiesen. Dort haben sich hauptsächlich zwei Pflanzengesellschaften der mediterranen Subtropen angesiedelt: die Macchie und die Garrigue. Macchien sind bis zu 4 m hohe Gebüschformationen mit lichten Stellen, Garriguen offene Zwergstrauchheiden mit einzelnen Büschen und Bäumen. Ursprünglich bildeten sie das Unterholz des zerstörten immergrünen Eichenwaldes. Sie werden als Holzquellen oder als dürftiges Weideland genutzt.

Im östlichen Mittelmeergebiet ist die Macchie nur lückenhaft, im Westen überzieht sie als Dickicht die Gebirgsabhänge bis in 1.000 m Höhe. Besonders dicht ist die Macchie auf Korsika. Im Frühjahr verwandelt sie sich dort für einige Wochen in ein Blütenmeer. Trotz der sommerlichen Dürre bleiben die Sträucher bis auf einige Ausnahmen grün. Die Garrigue, die sich vor allem aus niedrigen Sträuchern zusammensetzt, verdorrt im Sommer fast ganz. Erst nach den ersten Regenfällen im Herbst werden die Pflanzen wieder frisch und grün.