Onlineshop für Freunde der Mediterranen Lebensart. Hier finden Sie kulinarische Spezialitäten und andere Erzeugnisse aus den Ländern am Mittelmeer.

Ab einem Bestellwert von
20 € versandkostenfrei

 

Die Nordost-Ägäischen Inseln

 

Diese Inseln sind im Gegensatz zu den meist kahl aus dem Meer aufragenden Felsen der Kykladen fast alle bewaldet und fruchtbar.

 

Amoliani          Chios          Fourni         Ikaria          Lesbos

Limnos          Samos          Samothraki          Thasos

 

 

Amoliani

 

Größe 12 km²          Höhe 250 m         Einwohner ca. 600

Amoliani, dicht vor der Küste des östlichsten Fingers der Halbinsel Chalkidiki gelegen, ist Wochenend- und Sommerferienziel vieler Thessaloniker. Sie ist die größte der Inseln vor der Küste Chalkidikis. Wunderschöne Strände, einsame Buchten, klares Wasser und Strandbuden ,die auf dem Holzkohlengrill kleine, typisch griechische Gerichte zaubern, machen den Besuch auf Amoliani unvergesslich. Vom einzigen Dorf mit urigen Tavernen erreicht man per Leihfahrrad oder Motorboot viele einsame Strände mit Blick auf den Berg Athos.

 

Empfehlenswerte Strände

Die Bucht Alikes heißt eigentlich Salzbucht, wird von den Touristen aber wegen ihres feinen Sandes „Goldstrand“ genannt.

Die Bucht Karagazi ist ein Traum für Urlauber mit Robinson-Ambitionen.

 

Verkehrsverbindungen

Amoliani erreicht man per Schiff von Ouranopolis auf dem gegenüberliegenden Festland aus.

 

 

Chios

 

Größe 842 km²          Höchster Berg Pelineon (1.297 m)          Einwohner ca. 48.000          Inselhauptstadt Chios

Chios ist eine wasserreiche Insel dicht vor der Küste Kleinasiens. Die Vegetation reicht oft bis dicht an die Küste heran und die Dörfer im Anbaugebiet der Mastixsträucher verschwinden fast im Grün. Dem Mastixanbau verdankt die Insel ihren Wohlstand. Aus diesem Strauch wird ein Harz gewonnen, das als Aromastoff für Süßigkeiten, Kaugummis und Parfüms dient und auch zur Herstellung von Klebstoff und Farben verwendet wird. Seit der Antike wird dem Harz eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt. Mastix wächst nur im Süden von Chios.

In der Inselhauptstadt Chios, gleichzeitig auch der wichtigste Hafen der Insel, herrscht lebhaftes Treiben. Das gilt für den alten Teil des Hafens mit den kleinen, verschiedenfarbig bemalten Häusern, wo die Fischerboote im Wasser dümpeln und die Netze zum Trocknen ausgebreitet sind, als auch für den neueren Teil mit modernen Geschäftshäusern und Promenadencafés. Chios ist eine lebendige, betriebsame, typisch griechische Stadt. Gleich am Hafen liegt die ursprünglich byzantinische Festung, in deren Mauern sich einst das Leben der Hautstädter abspielte.

Chios ist eine blühende und hübsche Insel, seine Einwohner sind freundlich und heiter. Deshalb kann man sich nur schwer vorstellen, dass die Geschichte der Insel von Gewalttätigkeit geprägt war. Die ersten Bewohner der Insel, friedliche Fischer und Bauern kleinasiatischer Abstammung, wurden von Kriegern aus Euböa buchstäblich ausgerottet. Die Kolonie wurde zunächst von einer Monarchie beherrscht, dann von einer Tyrannenfamilie, die sich noch grausamer gebärdete als die Könige zuvor. Sie haben u.a. die Einführung des Sklavenhandels in der Ägäis zu verantworten.

Es folgten die Perser, Athener, Spartaner und Römer, die die Insel nacheinander mit Willkür regierten und ausplünderten.

Nicht einmal der Mastixbaum, der nur hier auf Chios wächst, brachte der Insel Glück. Mastix ist ein aromatisches Harz, für das die Frauen in der Antike jeden Preis bezahlten, denn das Kauen dieses Harzes erfrischte den Atem. Die Männer brannten aus Mastix den Raki, einen Schnaps, der angeblich aphrodisierende Wirkung haben sollte. Auch als Heilmittel war Mastix gefragt. Ärzte empfahlen das Harz zur Inhalation. Es wurde auf glühende Holzkohle geworfen und die aufsteigenden Dämpfe eingeatmet.

Der Mastix war es, der die Gier der Genuesen entfachte. Sie planten, die Insel den Venezianern wegzunehmen und sich so ein Monopol mit reichem Einkommen zu sichern.

In Genua wurde im 14. Jh. die „Maona von Chios“ gegründet. Ihre Aufgabe war es den Mastix auszubeuten und die Verarbeitung und Vermarktung zu organisieren.

Aber die Türkei war nicht weit entfernt. Nur acht Kilometer trennen Chios von der Küste von Smyrna (Izmir). Der lukrative Handel auf der Insel blieb den Ottomanen nicht verborgen. Einige Jahre lang konnten die Genuesen die Türken mit Tributzahlungen hinhalten. Doch die Übermacht der Türken war zu groß. So eroberten sie 1565 die Insel und ihre Herrschaft übertraf an Grausamkeit alles, was die Inselbewohner bisher kennen gelernt hatten.

In den Mastix-Dörfern, den „mastochoria“, lebte man unter Bedingungen wie sie auch für Strafkolonien galten. Die unerbittliche Überwachung wurde von türkischen Soldaten und Verwaltern übernommen. Jeder Baum war besteuert und selbst Andeutungen von Ungehorsam sowie der kleinste Schmuggel wurden mit dem Tode bestraft.

Den Oberbefehl hatte eine Spezialeinheit, deren Kommandant in einem Kastell auf dem Hügel  von Apollonion bei Armolia saß.

Die ottomanische Herrschaft hielt sich auf Chios trotz wiederholter Aufstände bis 1821. Dann gelang es einem Freiwilligenkorps von Samos, die Insel zu besetzen. Aber die Türken kehrten mit großer Übermacht zurück und schlugen den Aufstand nieder. In den folgenden Monaten veranstalteten die Türken die grausamsten Massaker auf Chios. 25.000 Männer, Frauen und Kinder wurden getötet. Seither pilgern die Griechen zum Kloster Agios Menas (Minas), wo die 25.000 Opfer des Blutbades bestattet sind.

 

Sehenswert

Wichtigste Sehenswürdigkeit auf Chios ist das Kloster Nea Moni, das „Neue Kloster“. Das 1050 von Kaiser Konstantinos Monomachos gestiftete Nonnekloster mit einem sehenswerte Refektorium enthält einige der bedeutendsten Mosaiken der mittelbyzantinischen Zeit in ganz Griechenland.

Bei Vrontades, nördlich der Inselhauptstand, steht in einem antiken Kybele-Heiligtum ein großer Felsblock, „Daskalopetra“ oder „Schule des Homer“ genannt.

Volissos, an der Westküste, ist der Geburtsort von Homer. Ein Dorf, das mit seinen engen Gassen, dem verfallenen byzantinischen Kastell und den bunt bemalten Häuschen einer mittelelterlichen Miniatur entsprungen zu sein scheint.

Interessant ist ein Besuch der Mastix-Dörfer im Süden der Insel. Das Harz des Mastixstrauches gerinnt nur auf Chios und auch nur im Süden der Insel und ist damit verarbeitungsfähig. Das wohlschmeckende Mastix war schon in der Antike als Kaugummi beliebt und wird heute u.a. in der Pharmazie verwendet.

- das Dorf Armolia ist bekannt für seine Töpferwerkstätten

- Pirgi ist ein Bilderbuch-Dorf. Hier wurde eine ganz ungewöhnliche Kunst der Fassadendekoration entwickelt. Durch Schaben („xysta“) herausgearbeitete geometrische Schwarz-Weißmuster bedecken zahlreiche Außenwände.

- Mesta ist das Mastixdorf mit der am besten erhaltenen mittelalterlichen Struktur.

 

Empfehlenswerte Strände

Einen schönen Sandstrand gibt es bei Karfas nördlich von Chios-Stadt (6 km).

Ambelos-Strand im Norden von Chios

Emborios mit einem herrlichen scharzen Kieselstrand

Außerdem gibt es schöne Strände in Ag. Erminoni, Komi, Vrontades und Ag. Markela.

 

Verkehrsverbindungen

Auf Chios gibt es einen Flughafen, auf dem Chartermaschinen landen. Innergriechische Linienverbindungen bestehen nach Athen, Thessaloniki und Lesbos.

Fährverbindungen bestehen u.a. nach Piräus, Rafina (Festland), Thessaloniki, Kavala, Lesbos, Samos und Limnos.

 

 

Fourni

 

Größe 29 km²          Höhe 519 m           Einwohner ca. 1.400

Fourni liegt zwischen den Ägäis-Inseln Samos und Ikaria. Der Fischfang ist die Haupterwerbsquelle der Inselbewohner, denn trotz schöner, sandiger Badebuchten verirren sich kaum Touristen hierher.

 

Empfehlenswerte Strände

30 Gehminuten vom Hafen entfernt findet man einen schönen, schattigen Sandstrand.

 

Verkehrsverbindungen

Fährverbindungen bestehen u.a. zu den Nachbarinseln Samos und Ikaria und natürlich nach Piräus.

 

 

Ikaria

 

Größe 260 km²          Höhe 1.037 m          Einwohner ca. 5.700          Inselhauptstadt Agios Kirikos

Ikaria ist Griechenlands wildeste Insel. Im Süden besteht sie aus steilen Felsklippen, die in der blauen Tiefe versinken, das Landesinnere beherrschen schroffe Berge und wasserreiche Täler. Der Norden bezaubert mit ausgedehnten Kiefernwäldern, kilometerlangen Sandstränden und glasklarem Wasser. Ein wenig Tourismus findet man in der Inselhauptstadt Agios Kirikos und an der Nordküste um Armenistis. Die übrige Insel mit über 40 Dörfern ist ein Hort griechischer Traditionen. Sonnige Tage am Meer und gesellige Abende in der Hafentaverne versprechen einen Griechenlandurlaub, wie er im Buche steht.

Im Altertum nannte man die Insel Makris Doliche („die Lange“) oder auch Ichtyoessa („die Fischreiche“). Aber Ikarus, der Sohn des Dädalos kam beim Flug mit seinen aus Federn und Wachs gefertigten Flügeln der Sonne zu nahe. Vor der Küste der Insel stürzte er ins Meer und die Insel wurde in Ikaria oder Nikaria, wie die Einheimischen sagen, umbenannt.

 

Sehenswert

In Therma Lefkadas westlich von Agios Kirikos entspringen am Strand heilkräftige Quellen.

Nur 1 Kilometer östlich von Agios Kirikos liegt der Kurort Therma. Seine Quellen waren schon in der Antike bekannt für ihre heilende Wirkung bei Rheuma und Arthritis.

In Kambos findet man Baureste der antiken Stadt Oinos. Hier soll der Sage nach der erste Weinstock überhaupt gewachsen sein. Der Wein, der hier angebaut wurde, war so vorzüglich, dass selbst Dionysos, der Weingott, ihn bevorzugte. Nach ihm hieß die Stadt eine Zeit lang Dionysias.

Beim kleinen Küstenort Nas, in der Nähe von Armenistis, befand sich im Altertum einer der bedeutendsten Artemis-Heiligtümer. Teile des Tempelfußbodens und die Mole des antiken Hafens sind noch zu sehen.

Fanari, der Nordostzipfel der Insel, ist nur mit dem Boot von Agios Kirikos zu erreichen. Hier befindet sich der Turm von Drakanon, ein Rundbau aus hellenistischer Zeit (3. J.h v. Chr.).

 

Empfehlenswerte Strände

Unvergleichlich schöne Sandstrände findet man um Armenistis.

Bei Xilosirtis gibt es einen Strand, der mit rundgeschliffenen, blendend weißen Kieseln bedeckt ist.

 

Verkehrsverbindungen

Der Flughafen im Osten der Insel bietet innergriechische Verbindungen nach Athen.

Fährverbindungen bestehen u.a. nach Piräus, Kavala und Samos.

 

 

Lesbos

 

Größe 1.630 km²          Höchster Berg Lepetimnos (986 m)          Einwohner ca. 84.000          Inselhauptstadt Mytilini

Lesbos ist die größte der Nordost-Ägäischen Inseln und die drittgrößte Insel in ganz Griechenland. Sie liegt vor dem Golf von Edremit vor der türkischen Küste und ist durch zwei große Buchten (Golf von Kalloni und Gold von Geras) in zwei Hälften gegliedert. Von hier aus sind im 10. Jh. v. Chr. die Äolier aufgebrochen, um ihre Städte an der Küste Kleinasiens zu gründen. Lesbos ist ein Miniatur-Kontinent, so dass es sich lohnt, den eigenen Wagen mitzunehmen, um die ganze Insel kennen zu lernen.

Ausgedehnte Olivehaine wechseln ab mit dichten Bergwälder, öden Hochflächen mit tiefen Felsschluchten und weit ins Land reichenden, allerdings stark verschmutzen Buchten. Die Orte Molyvos, Vatera und Petra haben durch Massentourismus an Reiz verloren. Aber der Rest der Insel ist ursprünglich geblieben, wie z.B. Plomari, Sigri und Skala Sykaminias.

Haupteinnahmequelle der Insel ist weiterhin der sehr intensiv betriebene Olivenanbau. Nach Kreta ist Lesbos der wichtigste Produzent von Olivenöl in Griechenland. Olivenhaine gibt es hauptsächlich im Osten der Insel, während der Westen rau, gebirgig und unzugänglich ist.

Die Lebensart auf Lesbos ist noch „echt griechisch“. Die Menschen sind freundlich, aufgeschlossen und natürlich. Der Wahlsporuch der Insel lautet: „siga-siga“ (langsam).

Mitte des Jahres wird in einigen Dörfern noch das Stieropfer gefeiert. In der Antike war dieses Opfer ein Bestandteil aller Feste. Heute ist es ein Fest, um zu feiern, auch wenn der Glaube an das heilige Stierblut noch in einigen Hinterköpfen festsitzt.

Lesbos ist die Heimat berühmter Dichter der griechischen Antike, wie Sappho und Alkaios. Außerdem waren der Sänger und Dichter Arion und der Musiker Terpandros auf Lesbos zu hausen. Auch einer der sieben Weisen des alten Hellas, Pittakos der Mytilene, lebte und wirkte hier. Die kulturelle Tradition hat sich bis in unsere Zeit fortgesetzt. Auf Lesbos leben bekannte Künstler, Maler, Dichter und Schriftsteller.

Die Inselhauptstadt Mytilini an der Ostküste der Insel wird von einem mächtigen genuesischen Kastell beherrscht. Die Stadt, über der ein Hauch von Kleinasien weht, zieht sich im Halbrund einen Hügel hinauf, in dessen Hang auch das antike Theater gebaut wurde. Es stammt aus dem 3. – 2. Jh. v. Chr. und ist das Vorbild für Pompeius ersten steinernen Theaterbau in Rom.

Maytilini ist der wichtigsten Hafen der Insel, in dem die Fähren anlegen.

Die Ureinwohner von Lesbos im 3. Jahrtausend v. Chr. gehörten zu der gleichen Gruppe, die auch Troja gründete.

Um 1000 v. Chr. besiedeln äolische Griechen die Insel.

Im 6. Jh. v. Chr. leben die Dichterin Sappho und der Lyriker Alkaios auf Lesbos.

546 – 479 v. Chr. steht die Insel unter persischer Herrschaft.

476 v. Chr. tritt Lesbos dem Attischen Seebund bei, lehnt sich aber 428 v. Chr. erfolgreich auf.

377 – 350 v. Chr. gehört Lesbos zum 2. Attischen Seebund.

Unter den Makedoniern und den Römern bleibt Lesbos relativ selbständig.

1355 fällt die Insel von Byzanz an Genua.

1462 wird Lesbos von den Türken besetzt.

Seit 1912 gehört Lesbos zu Griechenland.

 

Sehenswert

Mytilini:

- Das Kastro aus dem 6. Jahrhundert wurden von den Genuesern im 14. und 15. jahrhundert zu einer der größten Festungen in der östlichen Ägäis ausgebaut.

- Das antike Theater am Stadtberg von Mytilini wurde im 3. – 2. Jh. v. Chr. gebaut.

- Unterhalb des Theaters wurde ein Haus aus dem 3. – 4. Jh. n. Chr. ausgegraben, in dem schöne Fußbodenmosaiken erhalten sind. Die Motive sind Komödienszenen des Menander und ein Porträt des Dichters.

 

Beim Dorf Moria, nordwestlich von Mytilini, steht ein römisches Aquädukt.

Nördlich von Mytilini liegt Pirgi Thermis mit seinen eigenartigen Wohntürmen.

Die Thermen von Loutra Thermis, ebenfalls nördlich von Mytilini, verhalfen dem Ort schon im Altertum zu seinem Ruf als Kurort. Bei Ausgrabungen in dieser Gegend wurden Reste von insgesamt fünf übereinander liegenden Siedlungen freigelegt, von denen die älteste aus der frühen Bronzenzeit stammt.

Mandamados (36 km von Mytilini) mit seiner verfallenen mittelalterliche Burg ist bekannt für seine Tonkrüge, die „koumaria“. Sie sind porös und durch die Verdunstung halten sie das Wasser im Sommer kühl. Mandamados ist außerdem bekannt für seine ausgezeichneten Käseprodukte.

Ein schönes Küstendorf ist Skala Sykamineas im Nordosten der Insel. Zahlreiche Serpentinen führen hinunter zu diesem Ort, in dem es mehrere gemütliche Tavernen gibt.

Eressos an der Südküste ist die Heimat der ersten Dichterin der Weltliteratur Sappho. Der Westen der Insel ist vulkanischen Ursprungs mit karger Vegetation. Eressos ist eine Zwillingsstadt, die aus zwei Orten zusammengewachsen ist. Im Sommer ziehen die Einheimischem vom oberen Ort an die Küste. Besonderer Anziehungspunkt ist ein einladender Dorfplatz am Meer.

An der Südküste liegt Plomari, ein kleines Städtchen mit einigen Ouzo-Destillerien, die man meistens besichtigen kann. Der Ouzo von Lesbos gilt als einer der besten Griechenlands.

In den Katakomben der Magdalenen-Kirche im malerischen Dorf Skopelos an der Westküste des Golfs von Geras haben die ersten Christen der Insel Zuflucht gefunden.

Der „versteinerte Wald“ bei Sigri an der Estküste ist der einzige dieser Art in ganz Europa. Vor Jahrmillionen hat vulkanische Asche einen Wald von Zedern, Platanen und Kastanienbäumen verschüttet. Silikate haben das Holz der Stämme ersetzt, die durch Erosion nun wieder ans Tageslicht kommen.

 

Empfehlenswerte Strände

Besonders entlang der Südküste gibt es kilometerlange Strände.

Die kleine Siedlung Anaxos liegt inmitten von Olivenhainen an einem der schönsten Strände der Insel.

Das Kloster Ermogenis (Loutra Geras) liegt an einer schönen Badebucht an der Einfahrt zum Golf von Geras.

Um Vatera gibt es einen kilometerlangen Sandstrand.

Der Hafen Skala Eressou hat einen herrlichen Strand.

Plomari hat ebenfalls einen endlosen Sandstrand.

 

Verkehrsverbindungen

Der Flughafen von Lesbos liegt südlich von Mytilini, innergriechische Verbindungen gibt es nach Athen, Thessaloniki, Limnos und Chios.

Fährverbindungen bestehen u.a. nach Piräus, Samos, Chios, Patmos, Leros, Rhodos, Thessaloniki und Limnos.

 

 

Limnos

 

Größe 476 km²          Höhe 430 m         Einwohner ca. 17.000         Inselhauptstadt Myrina

Limnos ist eine flache, nahezu baumlose, fruchtbare Insel aus Vulkangestein. Der Tourismus ist auf Limnos nicht sehr ausgeprägt, nicht zuletzt wohl wegen des großen militärischen Sperrgebiets. Das Militär ist auf der Insel präsent, seit es Streitigkeiten mit der Türkei um Erdölvorkommen in diesem Gebiet gegeben hat. Die Bevölkerung lebt größtenteils vom Anbau von Getreide, Tabak, Wein, Baumwolle und Obst.

Die Inselhauptstadt Myrina (auch Kastro) an der Westküste erstreckt sich entlang einer malerischen Bucht. Der Ort wird von den Ruinen einer venezianischen Festung überragt.

Die Sage berichtet, dass der Vulkangott Hephaistos auf Limnos seine Schmiede hatte und hier Aphrodite heiratete. Nach Homer waren alle Inselbewohner seine Schüler im Schmiedehandwerk. Nach dem Gott wurde früher die größte Stadt Hephaisteia genannt.

 

Sehenswert

Bei Poliochni an der Ostküste hat man Reste von Siedlungen aus der Jungsteinzeit und Bronzezeit ausgegraben, die zu den ältesten im ägäischen Raum gehören.

Nördlich von Moudros liegt die Ausgrabungsstätte der antiken Stadt Hepaisteia. Ausgrabungen brachten ein Heiligtum aus dem 5. – 4. Jh. v. Chr. und eine Nekropole mit griechischen , römischen und byzantinischen Gräbern ans Licht.

Bei Chloi, dem ehemaligen Hafen von Hepaisteia stehen Reste des vielleicht ältesten Kabiren-Heiligtums.

Beim Dorf Atsiki hat man einen herrlichen Panoramablick über die Purnias-Bucht. Außerdem ist der Ort für seine vorzüglichen Fischlokale bekannt.

Bei Hortarolimni an der Ostseite der Insel befindet sich ein interessantes Feuchtbiotop mit äußerst seltenen Vögeln.

Im Süden der Insel liegt die „Sahara von Limnos“ mit einer beeindruckenden Sandlandschaft.

 

Empfehlenswerte Strände

Einige gute Strände liegen südlich von Myrina.

Auch um Moudros herum gibt es schöne Badebuchten.

 

Verkehrsverbindungen

Der Flughafen liegt ca. 30 km östlich von Myrina. Es gibt innergriechische Verbindungen nach Athen, Lesbos und Thessaloniki.

Fährverbindungen bestehen u.a. nach Piräus, Kimi (Euböa), Kavala und Lsbos.

 

 

Samos

 

Größe 472 km²          Höchster Berg Kerkis (1.433 m)          Einwohner ca. 31.000          Inselhauptstadt Samos

Samos, berühmt durch seinen vorzüglichen Wein, ist nur durch einen etwa 2 Km breiten und bis zu 54 m tiefen Sund vom Mykale-Gebirge (Samsun Dag) Kleinasiens getrennt. Die touristisch gut erschlossene Insel gehört zu den landschaftlich schönsten Inseln Griechenlands. „Insel der Seligen“ nannte man sie aufgrund ihrer Fruchtbarkeit im Mittelalter. Hohe Berge, Wälder, Olivenhaine und Weingärten prägen das Bild der Insel. Der Mathematiker Pythagoras ist einer der berühmtesten Söhne von Samos. In der ganzen antiken Welt berühmt waren aber auch Rhoikos und Theodoros, die Erfinder des Bronze-Hohlgusses und der Steinbearbeitung auf der Drehscheibe.

Die Inselhauptstadt Samos (auch Vathi) liegt in einer Bucht auf der Nordostseite der Insel und hat viel vom Zauber vergangener Zeiten bewahrt. Die Häuser ziehen sich malerisch einen Hang hinauf. Der Aufstieg in den oberen Teil der Stadt (Apo Vathi) lohnt sich. Hier liegt das Archäologische Museum mit Funden vom Hera-Tempel.

 Im 2. Jahrtausend v. Chr. lebten an der Südküste von Samos Karer und Leleger.

Um 1000 v. Chr. wandern vom griechischen Festland her Ionier ein.

Im frühen 6. Jh. v. Chr. wird auf Samos der berühmte Mathematiker und Philosoph Pythagoras geboren.

Wahrscheinlich im Jahr 538 v. Chr. reißt Polykrates, der für seine prunkvolle Hofhaltung berühmt ist, die Macht an sich. Unter seiner Tyrannenherrschaft erreicht die Insel ihren wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Höhepunkt.

522 v. Chr. lässt ein persischer Statthalter Polykrates kreuzigen. Samos steht nun unter persischer Herrschaft. Die Insel beteiligt sich am Aufstand der ionischen Städte und befreit sich von den Persern.

477 v. Chr. tritt Samos dem Attischen Seebund bei, widersetzt sich aber bald dessen politischen Forderungen.

439 v. Chr. wird die Insel deshalb von Perikles belagert, schließlich besetzt und erhält eine demokratische Regierung.

Im 3. Jh. v. Chr. beherrschen die Ptolemäer und Makedonier die Insel.

192 v. Chr. fällt die Insel an die Könige von Pergamon und 133 v. Chr., als Attalos III. das Pergamenische Reich an die Römer vererbt, an das Römische Reich.

Im Mittelalter steht die Insel und byzantinischer, fränkischer und genuesischer Herrschaft. 1453 erobern die Türken die Insel, woraufhin ein Großteil der Bevölkerung auswandert.

Erst im 17. Jh. kehren die Nachkommen der Auswanderer zurück. Nach dem griechischen Befreiungskampf wird Samos 1830 den Türken zugesprochen, bleibt aber bis zum Anschluss an Griechenland ein selbständigen Fürstentum.

 

Sehenswert

Das 1756 gegründete Kloster Zoodochos Pigi liegt etwas 7 km östlich von Samos-Stadt hoch über dem Meer. Hier bietet sich ein beeindruckender Ausblick auf das Meer und die nahe türkische Küste.

Pythagorion, 14 km von Samos Stadt entfernt, an der Südküste, wurde nach dem berühmten, auf der Insel geborenen Mathematiker benannt. Hier kann man den Tunnel von Eupalinos besichtigen, eine unterirdische Wasserleitung, die die Stadt in der Antike mit Wasser versorgte. Der Tunnel wurde unter der Herrschaft von Polykrates angelegt, ist 1.047 m lang und hat einen Durchmesser von 1,80 m. Der Einstieg ist nur ca. 50 cm breit, also nichts für Menschen mit Platzangst. Der Tunnel ist eine architektonischhe Meisterleistung des Eupalinos. Er entschloss sich für den schweren Bau des Tunnels durch den Berg Ampelos und begann gleichzeitig an beiden Seiten des Berges mit den Bauarbeiten.

Polykrates ließ die Stadt Pythagorion mit einem starken Befestigungsgürtel umgeben. Die mächtige Landmauer (4 km lang) führt über den Berg Ampelos. Auf dem Gipfel sind noch Reste der gewaltigen Mauern vorhanden.

Das Kloster Spilianis liegt in der Nähe von Pythagorion. Hier bietet sich dem Besucher eine herrliche Aussicht. Als man im nahegelegen Steinbruch drei Ikonen fand, errichtete man in der Grotte ein Höhlenkirchlein. Bei den Einheimischen gilt das Wasser der Höhle als wundertätig.

Im Paläontologischen Museum von Mytilini sind viele Fossilien zu bewundern, die beweisen, dass Samos einmal mit dem Festland verbunden war.

 Bei der Mündung des Imvrasos, ca. 10 km von Pytagorion entfernt, liegt das Heraion. Hier stehen die Überreste eines Hera-Tempels. Er soll einst der größte Tempel Griechenlands gewesen sein. Leider kann man nur noch an einer einzigen, aufrecht stehenden Säule seine einstige Größe ermessen. Die Säule ist die letzte von ehemals 120 Säulen, jede von ihnen fast 20 m hoch. Der riesige Bau ist jedoch nie vollendet und seit dem Ende der Antike mehrmals geplündert worden. Der Sage nach wurde Hera hier geboren. Die Verehrung dieser Stelle soll auf den Fund eines mit den Zweigen des Keuschlammstrauches umwundenen Holzstückes zurückgehen, in dem man ein Abbild der Göttin erblicke.

Von Agios Konstantinos aus kann man Touren in das berühmte Tal der Nachtigallen starten.

 

Empfehlenswerte Strände

In der Nähe des Topruistenzentrum Kokkari befinden sich die schönsten Strände der Insel (überwiegend Kiesel).

Potami, in der Nähe von Karlovassi, gehört zu den schönsten Stränden der Nordküste (Sandkiesel).

An der Südküste bei Marathonkampos breitet sich der kilometerlange Strand von Votsalakia aus und ganz in der Nähe Chrissi Ammos („Goldsand“), der wohl schönste Badestand der Insel.

 

Verkehrsverbindungen

Der Flughafen von Samos liegt westlich von Pythagorion. Hier landen zahlreiche Chartermaschinen und es bestehen innergriechische Verbindungen nach Athen.

Fährverbindungen gibt es u.a. nach Piräus, Chios, Ikaria, Kos, Kalymnos, Leros, Makonos, Naxos, Pros, Patmos, Rhodos und Kusadasi (Türkei).

 

 

Samothraki

 

Größe 178 km²          Höchster Berg Fengari (1.611 m)          Einwohner ca. 3.000          Inselhauptstadt Kamariotissa

Samothraki ist eine Insel wild wie Ikaria, aber mit Platanenwäldern und Wasserfällen und einem der am schönsten gelegenen antiken Heiligtümer. Das Klima der Insel ist im Sommer kühl, die See oft rau. Samothraki liegt etwas abseits und ist touristisch noch nicht überlaufen, vielleicht, weil es kaum Strände gibt. Für Bergwanderer ist die Insel ein geeignetes Urlaubsziel.

Der höchste Berg der Insel, der Fengari, ist nach dem Berg Athos die höchste Erhebung in der Nordägäis. Homer berichtet, dass von seinem meist wolkenverhangenen Gipfel der Meeresgott Poseidon das Kriegsgeschehen in Troja verfolgte. Tatsächlich kann man bei guter Sicht vom Gipfel des Fengari bis weit nach Kleinasien hineinsehen. Berühmt ist Samothraki für seine Schaf- und Ziegenzucht. Osterlämmer von Samothraki werden in ganz Griechenland gegessen. Im Sommer gibt es speziell im Dorf Profitis Ilias in jedem Restaurant Ziege am Spieß

Die Inselhauptstadt Kamariotissa liegt an der Nordwestküste der Insel und ist als einziger Fährhafen der wichtigste Ort der Insel. Etwa 6 km landeinwärts liegt der frühere Hauptort der Insel, Samothraki (auch Chora), recht schön an einem Hang des Saos-Gebirges. Eine Burgruine thront über dem Dorf, in dem jetzt nur noch knapp 700 Einwohner leben.

In der frühen Bronzezeit war Samothraki von Thrakern bewohnt.

Um 700 v. Chr. nahm die Insel griechische Einwanderer aus Lesbos auf, die Paläopolis gründeten, den hiesigen Kult übernahmen und ihn weiterentwickelten. Anfangs bestand ein Zusammenhang mit der Verehrung der thrakischen Erd- und Fruchtbarkeitsgötter. Dann näherte man sich den Mysterien von Eleusis an, übernahm die griechischen Götter und setzte in römischer Zeit die Dioskuren als Beschützer der Seefahrer ein.

 

Sehenswert

Bei Paläopolis im Norden von Samothraki kann man die Ausgrabungen des Kabiren-Heilgitums („Heiligtum der Großen Götter“) besichtigen. Das Heiligtum hatte im Altertum ähnliche Bedeutung wie Delphi. Hier wurde die berühmte Statue der „Nike von Samothrake“ gefunden, deren Original sich in Paris befindet. Im Museum von Paläopolis steht eine Nachbildung.

Therma ist ein kleiner Ort an der Nordküste mit einem Schwefelbad. Therma hat sich zu einem touristischen Zentrum entwickelt.

Nicht weit von Therma entfernt, in 1 bzw. 6 km Entfernung, befinden sich drei Wasserfälle.

Einen Besuch wert ist die Kapelle Kremniotisa aus dem 11. Jahrhundert. Sie steht auf einem hohen Felsvorsprung bei Pahia Ammos. Von hier aus hat man eine berauschende Aussicht auf das Meer und die Insel Gökceada vor der Küste der Türkei.

 

Empfehlenswerte Strände

Im Osten der Insel liegt ein kilometerlanger, dunkler Kieselstrand, an dem man gut baden kann.

Der einzige Sandstrand der Insel ist Pahia Ammos an der Südküste.

 

Verkehrsverbindungen

Fährverbindungen bestehen u.a. nach Kavala, Alexndroupolis und im Sommer auch nach Piräus.

 

 

 

 

Thasos

 

Größe 398 km²           Höchster Berg Potamia (1.127 m)          Einwohner ca. 14.000          Inselhauptstadt Limenas

Thasos, die nördlichste der ägäischen Inseln, wird seit alters her „die grüne Insel“ genannt. Wälder aus Kiefern, Pinien, Kastanien, Tannen, Eichen und Zedern bedecke große Teile der Insel. Im Inselinneren finden Wanderer eine ursprüngliche Landschaft, die kaum berührt ist vom geschäftigen Treiben an der Küste.

Die fruchtbare Erde der Insel lässt besonders den Wein hervorragend gedeihen. Der Gott des Weines, Dionysos, soll den Wein von Thasos als den besten von allen gelobt haben. Die Nähe zum nordgriechischen Festland, es sind nur 17 Seemeilen bis Kavala, macht die Insel zu einem beliebten Ziel zahlreicher Camping-, Wohnmobil und Autourlauber.

In der Antike war Thasos wegen seiner Bodenschätze bekannt. Der hier abgebaute weiße Marmor wurde zum Bau vieler Tempelanlagen verwendet, Gold- und Silberminen verhalfen der Insel Paros zu frühem Reichtum.

Von der Städten und Siedlungen des Altertums findet man nur in der Inselhauptstadt Limenas (auch Thasos-Stadt) noch Resten.

Schon um 1500 v. Chr. ließen sich hier die Phönizier nieder, die von der thrakiscshen Bevölkerung abgelöst wurden.

Um 680 v. Chr. kamen die Ionier aus Paros, die die ergiebigen Gold- und Silbervorkommen der Insel ausbeuteten.

491 v. Chr. besetzten die Perser die Insel, die danach abwechselnd unter die Herrschaft von Athen und Sparta geriet.

die Römer räumten Thasos große Vorrechte ein.

Nach byzantinischer, genuesischer und türkischer Herrschaft gehört die Insel ab 1913 zu Griechenland.

 

Sehenswert

Limenas

- antike Agora aus dem 5. Jh. v. Chr. mit einigen wieder aufgestellten Säulen.

- Archäologisches Museum mit zahlreichen Funden aus archaischer und römischer Zeit

- Amphitheater oberhalb der Stadt gelegen mit herrlichem Ausblick

 

Im unter Denkmalschutz stehenden Dorf Theologos kann man makedonische Architektur bewundern: Häuser aus Bruchstein mit Schieferdächern.

Das Dorf Panagia im Nordosten der Insel. Auf der Alten Platia des Dorfes treffen sich 5 Quellen. In Panagia gibt es ausgezeichneten Honig.

 

Empfehlenswerte Strände

Gute Strände findet man bei Kinira an der Ostküste und Aliki an der Südküste. Bei Potos an der Westküste gibt es einen 2 Kilometer langen Sand-/Kiesstrand. Bei klarer Sicht kann man von hier aus den Berg Athos sehen.

 

Verkehrsverbindungen

Thasos erreicht man mit der Fähre von Kavala aus.