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Der Dodekanes

 

Die Inselgruppe des Dodekanes (auch Südliche Sporaden genannt) liegt in der südöstlichen Ägäis in Sichtweite der kleinasiatischen Küste. Der Name bedeutet „die zwölf Inseln“, aber es sind nicht zur zwölf. 19 bewohnte Inseln gehören zum Dodekanes. Außerdem noch etwa 200 unbewohnte Inseln, Inselchen und Felsen über die der warme Südostwind weht. Souroko heißt der Schirokko hier, der heiße Atem aus der Wüste Syrien.

In der unendlichen, tiefblau bis smaragdgrünen Weite der Südägäis liegen Inseln, von denen eine schöner als die andere ist. Viele haben eine ruhmreiche Geschichte. Kos etwa ist die Geburtsstadt des Hippokrates, des Vaters der Medizin, Kalymnos die Insel der Schwammtaucher, Patmos das Jerusalem des Ägäis und Rhodos die ehemalige Heimat des Johanniter-Ordens.

 

Agathonissi         Arki          Astyplaea          Chalki  

Kalymnos         Karpathos           Kassos          Kastellorizo         

Kos          Leros         Lipsi          Nissyros          Patmos

Pserimos         Rhodos          Symi          Tilos

 

 

Agathonissi

 

Größe 13 km²          Höhe 208 m         Einwohner ca. 100

Das kleine Eiland, 36 Seemeilen östlich von Patmos, bietet sich an für ruhige Ferien abseits vom Touristenrummel. Eine Runde durch die drei Inseldörfer Agios Georgios, Mikro Chorio und Megalo Chorio dauert eine Stunde. Eine Unterkunft findet man im Hafenort Agios Georgios.

Früher war Agathonissi auch bekannt als Netoussa oder Tragea.

 

Empfehlenswerte Strände

Strände erreicht man von Agios Georgios aus in 30 bzw. 70 Minuten zu Fuß.

 

Verkehrsverbindungen

Fährverbindungen bestehen u.a. nach Samos, Kalymnos und Patmos.

Flughäfen gibt es auf Samos und Kos.

 

 

Arki

 

Größe 7 km²         Höhe 114 m          Einwohner ca. 50

 

Auf Arki findet man Weltabgeschiedenheit pur, selbst für Linienschiffe ist die Insel nur Bedarfshaltestelle. Mangels Kai wird ausgebootet.

 

 

Astypalea

 

Größe 97 km²          Höhe 482 m         Einwohner ca. 1.100         Inselhauptstadt Astypaela

 

Astypalea, die „Alte Stadt“, oder Ichtyessa, die „fischreiche“, wie sie in der Antike genannt wurde, gliedert sich in zwei Teile, die nur durch eine 105 m breite Landbrücke miteinander verbunden sind. Die Insel liegt im Westen des Dodekanes und scheint eigentlich zu den Kykladen zu gehören.

Pauschaltourismus gibt es hier noch nicht. Nur wenige Individualreisende finden den Weg nach Astypalea und einige Griechen, die ein Ferienhaus auf der Insel besitzen.

Die von vielen Kapellen umgebene Inselhauptstadt Astypalea (auch Chora) erstreckt sich an der Stelle der antiken Siedlung, von der noch Agora- und Tempelfundamente zeugen. Kleine, schneeweiß getünchte Häuser mit buntgestrichenen Türen und Fensterläden ziehen sich den Hang hinunter bis zum Meer. Die Außenmauern der oberen Häuser bilden einen Teil der Festungsmauer der venezianischen Festung, die den Ort zusammen mit einigen Windmühlen überragt.

 

Sehenswert

Die Panagia-Portaitissa-Kirche unterhalb der Burg aus dem 18. Jahrhundert gehört zu den schönsten Kirchen des Dodekanes.

 

Verkehrsverbindungen

Auf Astypalea gibt einen Flughafen mit innergriechischen Verbindungen. Die nächsten großen Flughäfen sind auf Rhodos und Kos.

Fährverbindungen bestehen u.a. nach Piräus, Rhodos und Kos, in größeren Abständen auch nach Heraklion (Kreta) und Santorin. Außerdem gibt es noch eine lokale Schifffahrtslinie, die die Inseln des Dodekanes miteinander verbindet.

 

 

Chalki

 

Größe 28 km²          Höchster Berg Prophitis Ilias (518 m)          Einwohner ca. 270          Inselhauptstadt Nimborio

 

Cahlki ist eine kleine, nahezu rechteckige Fischerinsel vor der Westküste von Rhodos. Gerade mal fünf Seemeilen trennen die Südostküste der Insel von Kap Monolithos auf Rhodos. Nur wenige, überwiegend britische Touristen und einige Griechen finden den Weg nach Chalki.

Der Name der Insel leitet sich von den Kupfervorkommen ab, die hier schon in der Antike abgebaut wurden.

Auf Chalki gibt es nur eine einzige Straße von Nimborio nach Chorio (4 km) und daher auch kaum Motorfahrzeuge.

Die Inselhauptstadt Nimborio (auch Chalki) ist gleichzeitig Chalkis Hafen und liegt an der Südostküste. Chorio, die ehemalige Inselhauptstadt, befindet sich in der Mitte der Insel. Die Hauptstädte der meisten griechischen Inseln wurden aus Furcht vor Piratenüberfällen im Inselinneren angelegt. Heute ist Chorio eine Geisterstadt, von ehemals über 4.000 Einwohner sind nur wenige auf Chalki geblieben.

Im Altertum hat Chalki eine bedeutende Rolle gespielt, wie Münzen aus jener Zeit beweisen.

 

Sehenswert

Glockenturm der Agios Nikolaos Kirche in Nimborio, errichtet 1861

Die ehemalige Inselhauptstadt Chorio ist eine Geisterstadt mit vielen leerstehenden Häusern, überragt wird die Stadt von einer verfallenen Burg aus dem 15. Jahrhundert.

 

Empfehlenswerte Strände

In 30 Minuten (zu Fuß) erreicht man von Nimborio aus die Potamos-Bucht, hier findet man Schatten und sogar ein Lokal.

 

Verkehrsverbindungen

Chalki erreicht man am besten mit der Fähre von Kamiros Skala auf Rhodos aus.

Der nächste Flughafen befindet sich auf Rhodos.

 

 

Kalymnos

 

Größe 111 km²          Höhe 678 m         Einwohner ca. 16.000         Inselhauptstadt Pothia

 

Kalymnos, schroff und überwiegend unfruchtbar, ist die Insel der Schwammtaucher und Schwertfischer. Schon früh gelangte die Insel durch den Verkauf der Schwämme zu Reichtum. Die eindrucksvolle Hafenanlage, prächtige Herrenhäuser und prunkvolle Kirchen erinnern daran. Zwischen der ursprünglichen, lauten Inselhauptstadt und dem Urlaubergebiet an der Westküste liegen gute Wanderwege zu Burgen und Klöstern. Weite Teile der Insel sind rau und unbesiedelt. Im Frühjahr, wenn die Schwammfischer zu ihrer gefahrvollen Fahrt an die Küsten Nordafrikas aufbrechen und im Herbst, wenn sie zurückkommen, finden traditionelle Inselfeste statt. Wegen ihrer vielen Statuen wird Kalymnos auch Nisi ton Agalmaton (Insel der Statuen) genannt.

Pothia (auch Kalymnos), Inselhauptstadt und Hafen im Südosten der Insel, zieht sich mit bunten Häusern und Kirchen im Halbrund einen Berghang hinauf. Sauber gefegte Wege, dicht bepflanzt mit Oleander runden das Bild ab.

Telendos, die kleine Insel vor Kalymnos Westküste, wurde im 6. Jh. bei einem Erdbeben von Kalymnos abgetrennt. Sie besteht aus einem 458 m hohen Felsblock (Rachi) und dem Fischerdorf Telendos, dessen Tavernen für ihren frischen Fisch bekannt sind.

Der griechischen Mythologie nach soll Uranos seine Söhne zur Erde geschleudert haben, um zu verhindern, von einem von ihnen entthront zu werden. Kalydnos, einer von ihnen, fiel auf ein Stück Land, dass man später, die Inseln des „Kalydnos“ nannte. Heute hat jede dieser Inseln ihren eigenen Namen, die größte von ihnen wird Kalymnos genannt. Die Berge und Täler der Insel sollen von oben betrachtet wie die Beine des Kalydnos aussehen.

 

Sehenswert

Chorio, die ehemalige Inselhauptstadt am Fuß einer mittelalterlichen, verlassenen Burg. In der Nähe von Chorio liegt Christos tis lerou-salim, die Ruine einer Christuskirche aus dem 4. Jahrhundert.

Die byzantinische-fränkische Burg Pera Kastro liegt an der Straße von Ptohia nach Chorio.

In Emborion im Inselnorden findet man ein mykenisches Kuppelgrab.

Die Tropfsteinhöhlen Kefala und Tripa Kefalas im Südwesten der Insel erreicht man mit dem Boot (35 Minuten).

Die Treppenhöhle liegt beim Dorf Skalia.

Der Kurort Therma mit seinen Heilquellen liegt 1 km südlich von Pothia.

 

Empfehlenswerte Strände

Zwischen den zerklüfteten Felsen der schroffen Küste liegen einladende Badebuchten.

Westküste:

Panormos, Kantouni, Linaria, Platis Gialos, Mirties und Massouri sowie die Buchten von Arginonta und Emborios.

Ostküste:

Ormo Akri und der Hafen von Bathi

die Insel Telendos hat schöne einsame Buchten (Boote fahren von Myrties aus bis nach Mitternacht).

 

Verkehrsverbindungen

Fährverbindungen bestehen u.a. nach Kos, Chios, Lesbos, Limnos, Naxos, Paros, Piräus, Karpathos, Leros, Patmos, Rhodos und Tilos.

 

 

Karpathos

 

Größe 301 km²          Höchster Berg Kali Limni (1.214 m)          Einwohner ca. 7.000          Inselhauptstadt Pigadia

Karpathos ist die zweitgrößte Insel des Dodekanes und bildet mit der Insel Kassos das Verbindungsglied zwischen Rhodos und Kreta. Die langgestreckte Insel ist überwiegend gebirgig, wird aber im Süden flacher. Hier findet man daher auch die meisten Dörfer.

Die Inselhauptstadt Pigadia (amtl. Karpathos) im Südosten der Insel ist zum großen Teil mit Geldern der nach Amerika ausgewanderten Karpathen erbaut wurden. Von der inseltypischen Architektur findet man hier nur wenig.

Olymbos ist sicher das interessanteste Dorf der Insel. Es ist nur über den kleinen Hafen Diafani im Norden oder eine schlechte Schotterstraße zu erreichen. Je nach Können und Mut beträgt die Fahrzeit für die 45 km von Pigadia nach Olymbos zwischen 1,5 und 2 Stunden.

Das Dorf wurde im 10. – 15. Jahrhundert als eine befestigte Siedlung hoch auf einem Berghang angelegt, um die Bewohner vor den zahlreichen Piratenüberfällen zu schützen. Die kubischen Häuser des Ortes mit teilweise sehr schönen Balkonen ziehen sich in mehreren Terrassen den Berghang hinauf. Das Dorf selbst kann man nur zu Fuß betreten, ein Grund mehr, warum der Eindruck entsteht, hier wäre die Zeit stehen geblieben.

Esel, das einzige Transportmittel in Olymbos, traben durch die engen Gassen. Das Brot wird in großen Gemeinschaftsöfen gebacken, die man an vielen Ecken findet und selbst das Mehl wird noch in alten Mühlen gemahlen. Die Frauen tragen auch im Alltag ihre Trachten und bunten Kopftücher und die älteren unter den Bewohnern sprechen noch den urtümlichen karpathischen Dialekt mit dorischen Elementen.

 

Sehenswert

Südwestlich von Pigadia liegt die mittelalterliche Gründung Menetes

Die Ruine einer frühchristlichen Basilika findet man bei Arkassa (identisch mit dem antiken Arkesia), etwa 10 km westlich vbon Pigadia.

In Messohori an der Westküste kann man ein typisches Wohnhaus der Insel besichtigen, kunstvoll gearbeitete Holzdecken und Kieselmosaikboden.

Das Dorf Olymbos im Norden der Insel.

Die Kirche Kyra Panagia liegt an der Ostküste, idyllisch oberhalb eines kleinen Strandes, ca. 15 km von Pigadia.

Auf der kleinen Insel Saria vor der Nordspitze Karpathos findet man bei Palatia Reste der antiken Stadt Nisyros.

 

Empfehlenswerte Strände

Apella, Ostküste, 6 km von Pigadia

An der Westküste, in der Nähe des Dorfes Finiki gibt es wundervolle Naturstrände.

Um Lekos herum liegen flache, feinsandige Naturstrände.

Die Südküste mit einigen sehr schönen Stränden gehört zu den besten Surfrevieren Griechenlands.

 

Verkehrsverbindungen

Im Süden der Insel gibt es einen kleinen Flughafen auf dem Chartermaschinen landen. Außerdem bestehen innergriechische Verbindungen nach Athen, Rhodos und Kreta.

Fährverbindungen gibt es u.a. nach Piräus, Kreta, Rhodos, Santorin.

 

 

Kassos

 

Größe 66 km²          Höhe 601 m         Einwohner ca. 1.000         Inselhauptstadt Fry

Kassos, nur 8 Kilometer südlich von Karpathos gelegen, ist eine besonders gastfreundliche, touristisch noch nicht erschlossene Insel. In der Inselhauptstadt Fry, in der malerischen Bloukas-Bucht gelegen, gibt es einige wenige Hotels und Pensionen.

 

Sehenswert

Kloster Agios Mamas im Süden der Insel. Hier kann man die Kieselfußböden und die Ikone des Heiligen Mamas (Schutzpatron der Hirten) bewundern.

Kloster Agios Georgios Chadion im äußersten Südwesten der Insel.

Bei Sellai, 2 km von Agia Marina entfernt, liegt die Höhle Hellenikomara mit beeindruckenden Stalaktiten.

 

Empfehlenswerte Strände

Besonders schöne Strände gibt es auf der vorgelagerten Insel Armathia.

 

Verkehrsverbindungen

Auf Kassos gibt es einen kleinen Flughafen mit innergriechischen Verbindungen nach Kreta, Rhodos und Karpathos.

Fährverbindungen bestehen u.a. nach Piräus, Sitia (Kreta), Chalki, Karpathos und Rhodos.

 

 

Kastellorizo

 

Größe 9 km²         Höhe 270 m          Einwohner ca. 200          Inselhauptstadt Megisti

Kastellorizo ist Griechenlands östlichste Insel, nur 3 km von der landschaftlich reizvollen anatolischen Küste entfernt. Alle Dinge, die auf der Insel benötigt werden, müssen über weite Entfernungen von Rhodos (130 km) oder sogar vom griechischen Festland hierher transportiert werden.

Die Insel zählte früher einmal über 15.000 Einwohner. Wenn man in den Hafen von Megisti kommt, täuschen zahlreiche leer stehende Häuser eine Einwohnerzahl vor, die heute nicht einmal im entferntesten erreicht wird.

1920 wurde Kastellorizo von den Italienern besetzt und in seine bis heute andauernde isolierte Lage gebracht. 1943 landeten britische Truppen auf der Insel und evakuierten die gesamte Bevölkerung nach Ägypten, um sie vor deutschen Luftangriffen zu schützen. Die meisten von ihnen kamen nicht zurück, sondern nahmen das britische Angebot an, nach Australien auszuwandern. Dort leben mittlerweile 50.000 ehemalige Inselbewohner und ihre Nachkommen. Während des 2. Weltkrieges wurde das Kastell bombardiert. Ab 1948 gehörte Kastellorizo wieder zu Griechenland.

Von den Türken wird die Insel Mais genannt, von den Arabern Mayas und der antike Name lautete Megisti, nach dem ersten Siedler auf der Insel, Megisteas. Der heutige Name „Kastellorizo“ entstand während der Kreuzzüge und geht zurück auf die roten Felsen „Castel Roso“, auf denen das Kastell erbaut wurde. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gelangte die Insel durch die Schwammtaucherei zu einigem Wohlstand. Berühmte Schulen und Kirchen wurden gebaut.

 

Sehenswert

Das Kastell im Hafen wurde im 14. Jahrhundert von den Johannitern auf den Ruinen einer antiken Burg errichtet.

In der Nähe des Kastells steht eine restaurierte Wassermühle.

Die blaue Grotte (Parasta-Seegrotte) im Südosten der Insel. Sie wird oft mit der berühmten „Blauen Grotte von Capri“ verglichen und ist nur in einem kleinen Boot bei ruhiger See zu erreichen. Die Grotte ist bis zu 35 m hoch, 75 m lang und 40 m breit.

Die Klosterfestung Agios Georgios kann nur von außen besichtigt werden, da sie militärisch genutzt wird.

 

Empfehlenswerte Strände

Sehr schöne Sandstrände gibt es auf Ro und Strongili, beides kleine Inseln in etwa 5 Seemeilen Entfernung von Kastellorizo, zu denen man mit dem Boot übersetzen kann.

 

Verkehrsverbindungen

Kastellorizo hat einen kleinen Flughafen mit innergriechischen Verbindungen nach Rhodos.

Fährverbindungen bestehen u.a. nach Piräus, Kos und Rhodos.

 

 

Kos

 

Größe 290 km²          Höchster Berg Dikenos (846 m)          Einwohner ca. 22.000          Inselhauptstadt Kos

Nach Rhodos ist Kos die bedeutendste Insel des Dodekanes und das Ziel zahlreicher Touristen. Lange Sandstrände, kristallklares Wasser und angenehme Temperaturen füllen alljährlich die 65.000 Fremdenbetten aller Kategorien.

Die Inselhauptstadt Kos liegt auf der nordöstlichen, der Türkei zugewandten Seite an einer flachen Bucht. Die Minarette zwischen den blauen Kirchenkuppel lassen die Nähe des Orients erahnen. Hier zentriert sich die abendliche Unterhaltung. In der Altstadt und an der Hafenpromenade gitb es Bars, Tavernen und Diskotheken für jeden Geschmack.

Geschichtlich gleich die Entwicklung der Insel der von Rhodos.

460 v. Chr. wurde auf Kos der berühmte Arzt Hippokrates geboren und seit dem 4. Jh. v. Chr. stand hier ein Heiligtum für Asklepios, den Gott der Heilkunst.

Asklepios war der Sohn von Apollon und Koronis. Noch während der Schwangerschaft betrog Koronis den Gott mit einem Sterblichen und wurde daraufhin von Artemis, der Zwillingsschwester Apollons, mit einem Pfeil getötet. Apollon rettete sein Kind und gab es dem weisen Zentauren Cheiron zur Erziehung. Asklepios erlernt bei Cheiron die Heilkunst und erwarb so viel Wissen, dass er schließlich auch Tote wieder zum Leben erweckte. Zeus sah durch diese Taten die ganze Weltordnung bedroht und streckte Asklepios mit einem Blitz nieder. Asklepios jedoch lebte in der Gestalt einer Schlange weiter. Seither wurde in jedem Asklepios-Heiligtum eine Schlange gehalten und noch heute ist der Äskulap-Stab mit der Schlange das Zeichen der Ärzte.

Erste Siedlungsspuren auf Kos gehen bis in die Steinzeit zurück. Kos gehörte mit Lindos, Kamiros, Ialysos, Knidos und Halikarnassos zum Bund der dorischen Hexapolis („Sechsstadt“). Berühmt wurde es durch das Asklepieion (4. Jh. v. Chr.) das über Jahrhundert hinweg als das Therapiezentrum der Antike galt.

Das Asklepios-Heiligtum hat in der weiteren Geschichte der Insel eine große Bedeutung gehabt und Kos vor vielen Wirren bewahrt, die die anderen Inseln der Ägäis heimgesucht haben.

Gegen Ende des 4. Jh. v. Chr. genoss Kos bereits eine gewisse Unabhängigkeit, die in der folgenden Zeit durch ein enges Bündnis mit dem ptolemäischen Ägypten gesichert wurde. Selbst die Römer, bekannt dafür ihre Gesetze rücksichtslos durchzusetzen, verhielten sich dem berühmten Heilort gegenüber sehr wohlwollend. Als das Asklepieion im Jahre 27. n. Chr. von einem Erdbeben zerstört wurde, sorgte Kaiser Claudius mit großen Geldmengen für einen prächtigen Wiederaufbau.

Unter den Römern entwickelte sich Kos auch zu einem Zentrum des Textilgewerbes. Wegen der Feinheit seines Gewebes waren die Stoffe von Kos im ganzen Römischen Reich gefragt. Sie waren so transparent, dass Seneca sagte, eine Frau lüge, wenn sie sage, sie sei in Stoffe von Kos gekleidet. In Wahrheit sei sie nämlich nackt.

Bis 1204, als die Kreuzfahrer Konstantinopel plünderten, war Kos Teil des byzantinischen Reiches, anschließend ist die Geschichte der Insel eng mit dem Johanniter-Orden verbunden. Auch auf Kos bauten die Ritter eine mächtige Burg, die in der Folgezeit die Angriffe der Türken abwehrte.

 

Sehenswert

Die Ausmaße der Johanniter-Festung am Hafen Mandraki erfasst man erst richtig, wenn man sich innerhalb der Mauern aufhält.

In der Nähe der Festung steht die Platane des Hippokrates, unter der er schon gelehrt haben soll. Fachleute sprechen dem Baum allerdings ein maximales Alter von 500 Jahren zu.

In Kos-Stadt gibt es eine Ausgrabungsstätte römischer Thermen, ein römisches Haus und ein römisches Odeon.

Das Asklepios-Heiligtum liegt 4,5 km südwestlich von Kos. Es bestand seit Ende des 4. Jh. v. Chr. und erlebte im 2. Jh. v. Chr. seine Blütezeit. 554 wurde es durch ein Erdbeben zerstört.

Bei Kefalos, Südwest-Zipfel der Insel, findet man die Ruinen der antiken Inselhauptstadt Astypalaia.

In der verfallenen Burg von Pili im Süden von Kos-Stadt ist die alte Marienkirche Ipapantis erhalten.

Thermes mit seinen Heilquellen und das Strandbad Kardamena.

Die Fischerdörfer Tingaki in der Nähe des Flughafens und Marmari.

 

Empfehlenswerte Strände

Sehr gute Strände gibt es auf Kos an der Nord- und Südküste, leider ist es hier in der Saison auch ziemlich voll. Einen herrlichen Sandstrand findet man im Südwesten der Insel bei Kefalos.

 

Verkehrsverbindungen

Auf Kos gibt es einen Flughafen auf dem Chartermaschinen landen. Außerdem bestehen innergriechische Verbindungen mit Athen und Rhodos.

Fährverbindungen bestehen u.a. nach Piräus, Kalymnos, Tilos, Nissyros und Leros.

 

 

Leros

 

Größe 52 km²          Höhe 327 m         Einwohner ca. 8.000         Inselhauptstadt Platanos

Das nur durch eine Meerenge von Kalymnos getrennte Leros ist eine fruchtbare Insel mit einer zerklüftete Küste, vielen kleinen Buchten und Kiesstränden. Hier haben sich alte Volksbräuche unverfälscht erhalten. Trotz einer berüchtigten psychiatrischen Großklinik ist Leros eine angenehme Ferieninsel. Wenn man hier Urlaub macht, ist man fast ausschließlich unter Griechen.

Die Inselhauptstadt Platanos wird von einer Johanniterfestung überragt. Unterhalb von Platanos liegen die Küstendörfer Agia Marina und Pandeli. Die drei Orte gehen fast nahtlos ineinander über.

Der Hafen Lakki liegt an einer tiefen geschützten Bucht und ist einer der größten Naturhäfen des Mittelmeers.

 

Sehenswert

Auf einem Hügel über Platanos thront ein ursprünglich byzantinisches, später von den Johannitern weiter ausgebautes Kastell.

 

Verkehrsverbindungen

Auf der Insel gibt es einen kleinen Flughafen mit innergriechischen Verbindungen nach Athen, Rhodos und Kos.

Fährverbindungen bestehen u.a. nach Kalymnos, Piräus, Patmos, Kos und Rhodos.

 

 

Lipsi

 

Größe 16 km²          Höhe 277 m         Einwohner ca. 650         Inselhauptstadt Lipsi

Lipsi heißt eine Gruppe kleiner Inseln zwischen Patmos und Leros, von denen nur die größte bewohnt ist. Die Insel ist eine kahle, schroffe Stein- und Felsenwelt unterbrochen von Olivenhainen, Feigenbäumen und Weingärten. Lipsi ist eine Insel fernab der Touristenströme, gut geeignet für Wanderer.

Die Inselhauptstadt hat einen Hauch Kykladenatmosphäre, kleine weiß getünchte Häuser und mit schmackhaften Fischgerichten lockende Tavernen.

1087 schenkte Kaiser Alexios I. Komnenos dem Johanneskloster auf Patmos die Inselgruppe. 566 Jahre lang wurde Lipsi von dem Kloster, das auch heute noch Besitztümer auf der Insel hat, verwaltet.

 

Sehenswert

Die Marienkapelle Tou-Harou auf einem Berggipfel.

 

Verkehrsverbindungen

Fährverbindungen bestehen u.a. nach Samos und Patmos.

 

 

Nissyros

 

Größe 41 km²          Höhe 698 m         Einwohner ca. 1.400         Inselhauptstadt Mandraki

Nissyros, zwischen Kos und Tilos gelegen, ist fast kreisrund und ein einziger Vulkan. Der Krater liegt im Zentrum der Insel auf dem Lakki Plateau und ist die Hauptattraktion der Insel. Mit einem Durchmesser von 250 x. 350 m und 30 m Tiefe lockt der „Stefano“ in der Saison täglich zahlreiche Ausflugboote von Kos herüber. Die Touristen werden mit einem Bus zum Krater gefahren und haben die Gelegenheit, über Stufen in die Tiefe hinabzusteigen. Im Inneren des Kraters steigen immer noch Schwefeldämpfe auf, aber der letzte Ausbruch liegt schon über 100 Jahre zurück.

Im Altertum nannte man die Insel Porphys (die „Porphyrrote“) und glaubte, sie sei ein Teil von Kos gewesen. Poseidon soll auf Jagd nach dem Giganten Polybotes die beiden inseln auseinander gebrochen haben.

Inselhauptstadt und Hafen ist der Ort Mandraki an der Nordwest-Küste. Er wird überragt von einer Johanniterburg und der Kirche der Schutzheiligen der Insel, Panagia Spiliani.

 

Sehenswert

Kirche der Schutzheiligen Panagia Spiliani oberhalb von Mandraki mit einer wertvollen Chorwand.

Loutra, 1,5 km von Mandraki, ist seit dem Altertum für seine Heilquellen berühmt, die auch heute noch genutzt werden.

Vulkan „Stefano“ auf dem Lakki Plateau in der Inselmitte, über Stufen kann man in den Krater hinabsteigen.

 

Empfehlenswerte Strände

Einen schönen Sandstrand gibt es östlich von Loutra bei dem kleinen Fischerdorf Pali.

 

Verkehrsverbindungen

Der nächstgelegene Flughafen ist Kos.

 

 

Patmos

 

Größe 34 km²          Höhe 269 m         Einwohner ca. 2.800         Inselhauptstadt Patmos

Patmos liegt am nördlichen Ende des Dodekanes. Das „Jerusalem der Ägäis“ hat man diese karge, unnahbar wirkende Insel genant, die nur aus Fels und tief ausgeschnittenen Buchten zu bestehen scheint. Zur Zeit des römischen Reiches war Patmos ein Verbannungsort. Hierher schickte Kaiser Domitian (81 – 96), den Apostel Johannes. In einer zur Kultstätte gewordenen Grotte, hatte Johannes seine Visionen vom Weltgericht und schrieb sie in der „Apokalypse“ nieder.

Im 11. Jahrhundert schenkte der byzantinische Kaiser Alexios I. Komnenos die Insel mit Steuerfreiheit und Handelsrecht dem Kloster von Milet. Dessen Abt Christodoulos verlegte das Kloster auf die Insel Patmos und befestigte es bis zum 14. Jh. mit starken Mauern. Aber nicht nur die Mauern waren der Grund dafür, dass das Kloster die Gefahren der Zeit überdauerte. Nach dem Fall Konstantinopels gewährten die Türken dem Kloster einen Sonderstatus, wie den Athos-Klöstern.

Viele griechische Flüchtlinge übertrugen nach dem Sieg der Türken ihr Eigentum auf das Kloster und kamen so einer türkischen Enteignung zuvor. Bis in das 19. Jahrhundert hinein war das Kloster Moni Agios Ioannis Theologos eines der reichsten Klöster in ganz Griechenland. In seiner Bibliothek verbergen sich außerordentliche Kostbarkeiten wie die 33 Seiten eines in Purpur geschriebenen Markus-Evangeliums, ein Buch Hiob mit 42 Miniaturen aus dem 8. Jahrhundert und zahlreiche andere mittelalterliche Handschriften sowie die Schenkungsurkunde von 1088. In der im 18. – 19. Jahrhundert ausgemalten Kirche gibt es eine Mosaik-Ikone des heiligen Nikolaos aus dem 11. Jahrhundert in einem silbernen Rahmen. In der Schatzkammer des Kloster wird die Tiara des Kaisers Alexios I. aufbewahrt.

Im Mai ist das an Erinnerungsstücken aus seiner fast 900-jährigen Geschichte überreiche Kloster alljährlich das Ziel zahlreicher Pilger von den benachbarten Inseln. Ein unvergesslicher Eindruck, ist die Art, wie die Mönche des Johannesklosters die großen kirchlichen Feste begehen. Herausragend ist vor allem das orthodoxe Osterfest, bei dem die Mönche die verschiedenen Stationen der Leidengeschichte nachspielen.

Die Inselhauptstadt Patmos wird vom Kloster Moni Agios Ioannis Theologos beherrscht. Unterhalb des Ortes steht die 1713 gegründete theologische Schule und das Kloster, das über der Grotte errichtet wurde, in der Johannes im Jahre 96 die „Geheime Offenbarung“ empfing. Die niedrige Stufe im Fußboden ist der Legende nach das Kopfkissen des Heiligen Johannes.

Die Inselhauptstadt Patmos (auch Chora) zieht sich einen Hang hinauf, gekrönt von der Klosterburg Moni Agios Ioannis Theologos. Die Häuserfronten sind von Steinmetzen kunstvoll und fantasiereich verziert. Im Inneren der Häuser findet man prächtig ausgestattete Zimmer. Aus den Fenstern bietet sich ein Blick auf weiße Flachdächer und dinkelgrüne Orangenhaine im Hintergrund.

Schiffe legen im Hafenort Skala mit seinem großen Naturhafen an.

 

Sehenswert

Das Kloster Moni Agios Ioannis Theologos, dass in 260 m Höhe über Patmos-Stadt thront.

Kloster Panagia tou Apellou

Kloster Panagia tou Geraniou

Bootsausflug zu den Möweninseln „Glaronissia

 

Empfehlenswerte Strände

Psili ammos

Meloi, mit Campingplatz

Netia

Diakofti

Agios Theologos

Kambos, mit dem Mietboot zu erreichen

 

Verkehrsverbindungen

Fährverbindungen bestehen u.a. nach Piräus, Samos, Chios, Lesbos, Kalymnos, Kos, Leros und Rhodos.

 

 

Pserimos

 

Größe 17 km²          Höhe 268 m         Einwohner ca. 70

Pserimos ist eine kleine Insel zwischen Kalymnos und Kos, dicht vor der türkischen Küste. In der geschützten Bucht gibt es einen extrem flach abfallenden Sandstrand, den man gut aus einer der Tavernen im Auge behalten kann. Auf der kleinen Insel gibt es keine Autos.

 

Verkehrsverbindungen

Pserimos erreicht man über das benachbarte Kos.

 

 

Rhodos

 

Größe 1.398 km²          Höchster Berg Ataviros (1.215 m)          Einwohner ca. 95.000          Inselhauptstadt Rhodos

Rhodos ist eines der schönsten und durch die Verknüpfung von Orient und Abendland, von Antike, Mittelalter und Neuzeit eines der interessantesten Ferienziele im Mittelmeer. Seine noch immer wachsende Beliebtheit verdankt es vor allem dem ungewöhnlich milden Klima, seiner paradiesischen Landschaft mit blühenden Gärten, Orangen- und Palmenhainen und Zypressenwäldern, den ausgedehnten schönen Sandstränden und nicht zuletzt dem Umstand, dass es vorzüglich für den Fremdenverkehr gerüstet ist. Der Tourismus konzentriert sich wesentlichen auf den Norden der Insel (an der Westküste bis Kremasti, an der Ostküste bis Faliraki), während der Süden und viele schöne Bergdörfer noch weitgehend ursprünglich geblieben sind.

Rhodos ist die größte Insel des Dodekanes und die viertgrößte Insel Griechenlands. Schon immer hat die Insel eine bedeutende Rolle gespielt. Die Inselhauptstadt Rhodos liegt an der Nordspitze der Insel. Für das üppige Grün auf der Insel sorgen nicht weniger als sieben Quellen. Sie entspringen im „Tal der sieben Quellen“ in der Nähe von Kolymbis.

Im Altertum hieß die Insel Aithraia (die Heitere), Ophioussa (die Schlangenreiche) und Telchinis (Insel der Telchiner). Sie galt als Insel des Helios, des Sonnengottes. Rhodos war in wirtschaftlicher wie in strategischer Hinsicht immer ein wichtiger Platz. Darum war die Insel immer umkämpft und hatte in Zeiten geregelter Verhältnisse lange Perioden der Blüte. Die Legende erzählt, dass Rhodos aus der Verbindung des Sonnengottes Helios mit der Nymphe Rhodia hervorging. Homer fügt in seiner Odyssee hinzu, Zeus habe ungeheure Reichtümer über die drei Inselstädte Ialysos, Lindos und Kamiros ausgeschüttet. Aber die Bewohner von Rhodos verdanken ihren Wohlstand wohl weniger dem Zeus, als vielmehr ihrer günstigen Lage und ihrem Geschäftssinn. Die wichtigsten Verkehrslinien des Handels, die Griechenland, Italien und Makedonien mit Asien und Afrika verbanden, liefen auf Rhodos zusammen. Rhodische Kolonien säumten das Ägäische Meer, in dem rhodische Münzen ebenso wie das rhodische Seerecht allgemeine Gültigkeit erlangten. Selbst Rom nahm drei Jahrhunderte später fast das gesamte rhodische Seerecht in sein Handelsrecht auf.

Rhodos wurde schon im frühen 3. Jahrtausend von einer mittelmeerischen Rasse besiedelt, die aber nicht dem minoischen Kulturkreis angehörte.

Ab 1400 v. Chr. erreicht die mykenische Kultur die Insel, als kretische Auswanderer nach der Zerstörung der Paläste von Knossos und Phaiston nach Rhodos fliehen.

1100 v. Chr. erobern die Dorier Rhodos und gründen die selbständigen Städte Lindos, Kamiros und Ialysos.

Um 700 v. Chr. entsenden sie Kolonisten an die Küsten Kleinasiens, Siziliens, später nach Ägypten in die Cyrenaika, die Provence und sogar nach Spanien.

Mitte des 6. Jh. v. Chr. beginnt mit Kleobolus von Lindos, einem der “Sieben Waisen” Griechenlands, die Tyrannenherrschaft.

Dann vereinen sich die drei Städte mit Kos sowie dem kleinasiatischen Knidos und Halikarnassos zum Bund der dorischen Hexapolis („Sechsstadt“).

Nach einer kurzen Perserherrschaft stellt Rhodos sich auf die Seite Athens und tritt 477 v. Chr. in den Ersten Attischen Seebund ein.

408 v. Chr. gründen die Inselstädte gemeinsam die neue Stadt Rhodos, um sich besser gegen alle Neider verteidigen zu können. Die antike Stadt liegt an der Stelle der heutigen Inselhauptstadt und bestimmt fortan das Schicksal der Insel. Die Stadt wird nach den modernsten Gesichtspunkten der damaligen Zeit erbaut. Ein Netz rechtwinkliger Straßen Bilden das Grundmuster, die zweckmäßige Verteilung öffentlicher und privater Einrichtungen sichern einen reibungslosen Betrieb. Drei Häfen werden angelegt und die Lienenführung der Stadtmauern macht sich alle Vorteile des Geländes zunutze. Die Planung der neuen Stadt übernimmt der berühmteste Städteplaner seiner Zeit, der Baumeister Hippodamus von Milet. Er hatte schon die von den Persern zerstörte Hafenstadt Piräus wiederaufgebaut und auch den Plan für die attische Kolonie Thurioi in Süditalien geliefert.

Durch geschickte Handelspolitik vermehren sich Macht und Reichtum der Insel, die bis 357 v. Chr. unabhängig bleibt. Dann nähert sich Rhodos aus wirtschaftlichen Gründen den Fürsten von Halikarnassos, nach dem Tod Alexander des Großen wendet sich die Insel den Ptolemäern zu.

305 v. Chr. belagert Demetrios Poliorketes mit einer mächtigen Flotte die Stadt. Nach einem Jahr muss er unverrichteter Dinge wieder abziehen. Nun wissen alle Staaten des Mittelmeerraums: Es war besser, Rhodos zum Verbündeten zu haben als zum Feind.

Um 300 v. Chr. wird über der Hafeneinfahrt der Stadt der über 30 m hohe Koloss von Rhodos aufgestellt, eine Bronzestatue des Sonnengottes Helios. Chares von Londos hat sie 290 v. Chr. aus Hunderten von Bronzeteilen über einem eisernen Gerüst erschaffen. Der „Koloss von Rhodos“ gehört zu den sieben Weltwundern.

227 v. Chr. lässt ein Erdbeben dieses Weltwunder einstürzen und verwüstet die Stadt. Lange Zeit bleiben die Trümmer des kolossalen Wunderwerks an Ort und Stelle liegen. Erst 653 n. Chr. lassen die Araber die Fragmente zerteilen und einschmelzen.

Um 200 v. Chr. stellt sich die Insel auf die Seite des Römischen Reiches, nähert sich dann aber den Makedoniern, woraufhin Rom Delos zum Freihafen erklärt und damit Rhodos die Grundlage seiner Macht entzieht.

167 v. Chr. verliert Rhodos seine kleinasiatischen Besitzungen an das Römische Reich, dem es ab 42 v. Chr. selbst angehört.

Das 2. u. 1. Jh. v. Chr., eine Zeit des allgemeinen politischen und wirtschaftlichen Niedergangs, ist eine Epoche der kulturellen Blüte für Rhodos. Philosophen wie Poseidonis (135 – 51 c. Chr.) und ihre Rednerschulen haben einen so guten Ruf, dass sich auch Scipio der Jüngere, Cicero, Cato, Pompejus und Cäsar hier bilden. Auch Kunstschulen entstehen auf der Insel.

Die ersten Jahrhunderte nach Christi Geburt sind von Plünderungen gekennzeichnet, so durch die Goten (269), Perser (7. Jh.) und Araber (7. – 9. Jh.).

1082 gewährt der byzantinische Kaiser Alexios I. Komnenos den Venezianern Privilegien.

1243 gewinnen die Genuesen den größeren Einfluss. Aus jener Zeit sind zahlreiche Kirchen erhalten, die später zu Moscheen umgebaut werden.

1309 – 1522 stehen Stadt und Insel unter dem Schutz des im 11. Jh. in Jerusalem gegründeten Johanniterordens. Die Johanniter wurden 1291 von Türken aus Palästina vertrieben, zogen sich zuerst nach Zypern zurück und siedelten sich dann auf Rhodos an. Mit aufopferungsvoller Hingabe schützen die etwa 500 Ritter die christlichen Händler, die im Orienthandel tätig sind, widmen sich aber auch der Krankenpflege und der Verteidigung des Abendlandes.

Nach erfolglosen Belagerungen (1444 u. 1480) der von den Rittern stark befestigten Stadt, ist das Ende der Johanniter-Herrschaft unvermeidbar. Sultan Suleiman belagert die Stadt mit 100.000 Soldaten. Ihnen stehen nicht mehr als 650 Ritter mit Unterstützung von 400 Seeleuten aus Kreta, 200 Genuesen und 50 Venezianer gegenüber. Zusammen mit 6.000 hierher geflüchteten Inselbewohnern sind knapp 7.300 Menschen in der Stadt. Das Verhältnis von Christen zu Moslems ist also 1 zu 14. Nach 6 Monaten Belagerung leben noch 3.000 Menschen, darunter 180 Ritter. Vergeblich ruft Papst Hadrian die christlichen Fürsten zur Hilfe auf.

Am 01. Januar 1523 kapituliert Großmeister Villiers de l’Isle-Adam. Großmütig lässt der Sultan die wenigen überlebenden Ritter abziehen. Sie lassen sich 1530 auf Malta nieder.

Die türkische Herrschaft bringt einen wirtschaftlichen Niedergang und viele Griechen wandern aus.

1912 kommt Rhodos mit dem übrigen Dodekanes an Italien. Es entstehen neue Straßen, Stadtviertel und Musterdörfer. Altertümer werden restauriert und rekonstruiert und Fremdenverkehrseinrichtungen angelegt.

1943 wird Rhodos von deutschen Truppen besetzt, es folgt eine britische Übergangsregierung.

1947 fällt der Dodekanes zurück an Griechenland.

 

Klimatabelle Rhodos

 

Tages- temperaturen

Wasser- temperaturen

Sonnenschein- dauer

Regentage

April

20°

18°

8

3

Mai

25°

20°

10

2

Juni

29°

22°

11

1

Juli

32°

24°

13

0

August

33°

25°

12

0

September

29°

24°

11

1

Oktober

25°

22°

8

4

November

20°

20°

6

5

 

Sehenswert

Rhodos-Stadt:

- die von einem 4 km langen Mauerring umgebene Ritterstadt

- das Archäologische Museum im ehemaligen Ordenshospital mit Grabfunden aus mykenischer Zeit aus Ialysos

- Ritterstraße (Odos Ippoton), Wohnstraße reinsten spätgotischen Stils. An liegen die herbergen der Nationen, die dem Johanniter-Orden angehörten (Kastilien, Aragon, Provence, Auvergne, Frankreich, Italien, England und Deutschland)

- Der Großmeisterpalast aus dem 14. Jh. am Ende der Ritterstraße ist innerhalb der befestigten Stadt eine Festung für sich.

- das Türkische Viertel mit seinen Moscheen, die schönste von ihnen ist wohl die Tekkedji Djami von 1765

- Hafentor

- Mandraki-Hafen, der Standort des Koloss von Rhodos

- Aquarium an der Nordspitze der Insel

 

Reste der um 408 v. Chr. gegründeten antiken Stadt Rhodos findet man 3 Kilometer südlich er heutigen Stadt.

Im Park Rodini kann man die Reste eine römischen Aquädukts und antike Grabanlagen ansehen.

Kallithea mit seinen Mineralquellen

Ialysos, das schon in mykenischer Zeit als Burg auf dem von Zypressen bestandenen Hügel Filerimos 8267 m) bestand.

Lindos mit seiner Akropolis

Petaloudes, das Schmetterlingstal mit Schwärmen seltener Schmetterlingsarten.

Kamiros, Heiliger Bezirk mit steinerner Sitzreihe und einem Apollontempel aus dem 3. Jah. v. Chr.

 

Empfehlenswerte Strände

Die schönsten Strände, teilweise mit feinem Sand, findet man auf der Ostküste der Insel: Faliraki (weiter, flacher Sandstrand), Afandou, Kolymbia, Tsambika und Lindos u.a.

Die Strände im Westen sind überwiegend Kiesstrände. Auf dieser Seite der Insel herrscht meist ein starker Wind, der für unruhiges Wasser sorgt.

 

Verkehrsverbindungen

Auf Rhodos gibt es einen Flughafen, auf dem Chartermaschinen aus vielen Ländern landen. Natürlich bestehen auch innergriechische Verbindungen nach Athen, Kreta, Santorin, Mykonos, Karpathos, Kos und Thessaloniki.

Fährverbindungen gibt es u.a. nach Piräus, Symi, Samos, Kos, Santorin, Kreta, Chios, Lesbos, Kalymnos, Leros und Patmos.

 

 

Symi

 

Größe 58 km²          Höhe 616 m         Einwohner ca. 2.500          Inselhauptstadt Symi

Symi ist das Dornröschen unter den Inseln des Dodekanes. Etwas verschlafen, auf den ersten Blick steinig und kahl, aber einzigartig erhebt sich die kleine Insel nördlich von Rhodos aus dem Meer. Das Herz der Insel schlägt im Hafen von Gialos, einem Stadtteil der Inselhauptstadt Symi. Gialos, in einer fjordähnlichen Bucht gelegen, gehört zu den malerischsten Häfen der ganzen Ägäis. Seinem Charme kann sich kaum jemand entziehen. Pastellfarbene Häuser im neoklassizistischen Stil, liebevoll restaurierte Villen und ein Labyrinth aus schmalen Gasse und engen Treppen ziehen sich wie ein Amphitheater den Hang hinauf. Hoch über der Stadt liegt die Johanniterburg, von hier aus bietet sich ein herrlicher Blick über das gebirgige Inselinnere und hinab in den Hafen. Im oberen Teil der Stadt findet man typisch griechische Tavernen. Leben kommt in die sonst eher ruhigen Straßen der Stadt, wenn die Ausflugsboote aus Rhodos anlegen.

Die Insel wurde nach der Nymphe Syme benannt, einer Tochter des Poseidon. 1373 ließen sich Ritter des Johanniterordens auf Symi nieder. Unter ihrem Schutz entwickelten sich Handel und Seefahrt. Die vielen Patrizierhäuser zeugen noch heute von dieser Zeit. Die Inselhauptstadt Symi steht unter Denkmalschutz und besteht aus dem Teilen Kato Poli, auch Gialos genannt, und Apo Symi.

 

Sehenswert

Das Kloster Taxiarchis Michail Panormitis wurde zu Beginn des 18. Jh. an der gleichnamigen Bucht im Südwesten der Insel errichtet und enthält wunderschöne byzantinische Fresken und eine holzgeschnitzte Chorwand.

 

Verkehrsverbindungen

Fährverbindungen bestehen u.a. nach Piräus, Kalymnos, Kos und Rhodos.

Der nächste Flughafen ist auf Rhodos.

 

 

Tilos

 

Größe 63 km²          Höhe 651 m         Einwohner ca. 300         Inselhauptstadt Megalo Chorio

Tilos ist eine kleine, ruhige Insel, fernab des Massentourismus, geeignet für improvisationsfähige Ägäis-Liebhaber, die ihren Urlaub gern unter Griechen verbringen möchten. Auf Tilos gibt es nur wenige Menschen in den drei noch bewohnten Orten: im Hafen Livadia, der Inselhauptstadt Megalo Chorio und in Erostos an der Westküste. Im Dorf Mikro Chorio wohnt seit über 30 Jahren niemand mehr, einzig eine Musik-Kneipe lädt hier am Abend zu einem Besuch ein.

Die kleine Insel Tilos ist archäologisch von großer Bedeutung, denn in der Charkadio-Höhle hat man Knochenreste einer prähistorischen Elefantenart gefunden.

 

Sehenswert

Geisterstadt Mikro Chorio

Kloster Pandeleimonas im Nordweste der Insel steht unter Denkmalschutz

Agios Antonios (2,5 km westlich von Megalo Chorio)

 

Empfehlenswerte Strände

Schöne Sandstrände gibt es bei Livadia, Agios Antonios und Plaka

 

Verkehrsverbindungen

Fährverbindungen bestehen u.a. nach Piräus, Rhodos, Kos, Kreta, Patmos und Leros.